Das Bernsteinzimmer-Abkommen

Das Bernsteinzimmer - Abkommen von Jürgen Schmidt
Leseprobe:

„Mein Gott, jetzt kann die endlose Geschichte um dieses Zimmer tatsächlich weitergehen, damit haben auch wir sie nicht beenden können. Einige werden bestimmt glücklich darüber sein!“
„Die öffentliche Meinung gleicht einem Schlossgespenst, niemand hat es je gesehen, aber alle lassen sich von ihm tyrannisieren!“ sinnierte Theurer.
„Wir sollten froh darüber sein, bisher hat es bereits einige Leichen in dieser Sache gegeben. Das bisher aber jemand aus der Existenz des Bernsteinzimmers Kapital erwirtschaftet hat, ist mir allerdings nicht bekannt,“ stellte Bernd fest und Theurer nickte grinsend.
„Am kommenden Wochenende habe ich die Absicht, in Halle unseren Erfolg üppig zu befeiern. Sie und Ihre Sabine müssen dort dann natürlich auch erscheinen. Erzählen Sie mir doch bitte, welche Pläne Sie jetzt haben. Könnten Sie sich vorstellen, eine satirische Jagdgeschichte für mich zu schreiben?“ erkundigte sich Theurer plötzlich, dabei schlitzohrig dreinschauend.
„Ja, das kann ich, obwohl ich nichts über Flinten weiß. Wo und mit welchen Personen soll sich das denn abspielen?“ fragte Bernd.
„In der Schorfheide, nördlich von Berlin soll das ablaufen, alles historische Tatsachen, Hauptpersonen hierbei sind die Banausen Honecker und Mielke. Ein exzellentes autobiografisches Material stelle ich in ausreichender Menge zur Verfügung, von ehemaligen Genossen akribisch eingesammelt. Dem Stasichef Mielke hat man zum Beispiel einmal 17 Schrotkugeln aus seinem Hintern entfernt, die angeblich, wie Zeugen es beschwören, aus der Flinte Honeckers stammten. Vermutlich hat der seinen Stasichef mit einer Wildsau verwechselt. Na ja, benommen hat er sich ja auch meistens so. Der Titel könnte zum Beispiel „Erich und Erich“ lauten, oder, da ja beide keinen Jagdschein besaßen, „Die Schorfheider Wildschütze!“ schlug er dem verblüfften Bernd vor.

Liebe, Krieg und Mettwurst

Der Roman Liebe Krieg und Mettwurst ist der großartigen Persönlichkeit und langjährigen Freundin des Autors Kalina  Yunakova gewidmet.

Das Buch erscheint im Brighton-Verlag

Ein Hamburger Teegroßhändler schickt seinen Sohn Max nach Java, weil er einen Kriegsausbruch befürchtet. Schon bei der Abreise in Hamburg lernt er das hübsche Mischlingsmädchen Kalina kennen, die auf der Flucht vor den Nazis ist. Kurz vor der Ankunft in Java bricht der 2. Weltkrieg aus. Bis zum Einmarsch der Deutschen in Holland 1940 entsteht zwischen den beiden eine Atem beraubende Liebe. Dann aber werden sie gewaltsam getrennt durch die Gefangennahme aller Deutschen auf Java, von der Kalina verschont bleibt. Als der Einmarsch der Japaner in Indonesien bevorstand, wurden alle internierten Deutschen nach Brit. Indien verschifft. Der Frachter "Van Imhoff" wird am 19. Jan. 1942 versenkt, dessen Besatzung alle in den Laderäumen eingeschlossen Deutschen ihrem Schicksal überlassen, unter ihnen auch Max. Nur 64 der 474 Deutschen können sich auf die Insel Nias retten, alle anderen werden von Haien gefressen. Nachdem die Japaner Sumatra eingenommen hatten, kann Max endlich zu seiner geliebten Kalina und der kleinen Tochter nach Java zurückkehren. 1946 können sie endlich auch zurück nach Hamburg. In den Trümmern Hamburgs bauen sie gemeinsam eine Mettwurstfabrik auf mit späteren Zweigbetrieben in Kanada, Südafrika und Australien. Kalina lebt noch heute 90 jährig bei ihrem Sohn in Südafrika, der dort Golfplätze betreibt.